„Als Mann in der asiatischen Gesellschaft spüre ich oft ein Stigma, wenn es darum geht, um Hilfe zu bitten. Psychische Gesundheit wird oft als etwas abgetan, das nicht real ist. Man denkt, man solle einfach arbeiten, und je mehr man arbeitet, desto weniger denkt man darüber nach. Aber angesichts all der aktuellen Ereignisse und des Lärms halte ich es für wichtig, dass jeder, insbesondere Gründer, um Hilfe bittet. Es ist allgemein anerkannt, dass ein Musiker, der in seinem Bereich erfolgreich sein will, einen Lehrer braucht. Es ist allgemein anerkannt, dass ein Olympia-Athlet einen Trainer hat. Aus irgendeinem Grund hat sich das aber nicht auf alle Bereiche übertragen lassen, und es hat sich auch nicht so gut vom Westen in diese Region der Welt übertragen lassen. Das möchte ich ändern.“ – Andy Hwang
„Es hält sich hartnäckig der Mythos, dass es im Venture Capital nur um Kapital geht, aber dem stimme ich nicht zu. Im Venture Capital geht es vor allem um die Menschen, denn gute Leute haben immer Alternativen. Gute Gründer finden immer mehrere Investoren, die mit ihnen zusammenarbeiten möchten. Gute Limited Partner oder Investoren in Venture-Capital-Fonds haben immer die Wahl, wo sie ihr Geld anlegen. Ich sehe das als einen wesentlichen Bestandteil von Wavemaker und unserer Arbeit: Wir sind genauso sehr, wenn nicht sogar mehr, im Menschengeschäft tätig wie im Kapitalgeschäft. Denn nur wenn wir vertrauensvolle Beziehungen zu Gründern und Limited Partnern aufbauen und gute Leute zusammenbringen, die immer alternative Optionen haben, können wir erfolgreich sein.“ – Andy Hwang
„Ich war selbst nie Gründer. Ich habe ausschließlich mit Unternehmen in der Frühphase gearbeitet. Sowohl Kapital als auch Mentoring oder Coaching sind wichtig, deshalb denke ich, dass eine Venture-Capital-Firma beides braucht. Viele Coaches zu haben, aber kein Kapital, funktioniert nicht und ist nicht nachhaltig. Wenn Venture-Capital-Firmen Unmengen an Kapital in Gründer investieren, funktioniert das nur eine gewisse Zeit, denn meine Hypothese ist: Um als Venture-Capital-Firma die besten Renditen für ihre Investoren zu erzielen, muss man die besten Gründer finden. Als Kapital noch kostenlos war, haben Gründer überall Kapital aufgenommen. Aber wenn Kapital nicht mehr kostenlos ist, geht es nicht mehr nur um Wachstum. Es geht auch darum, wie man ein Unternehmen führt, ein nachhaltiges Team aufbaut und letztendlich Wert schafft, der sich in Gewinnen manifestiert. Gewinne sind ein gutes Zeichen dafür, dass die Kunden das Angebot wertschätzen und bereit sind, mehr dafür zu bezahlen, als es kostet. In diesem Umfeld, das ich als normal bezeichnen würde, …“ „Es braucht eine Kombination aus Leuten, die einem Kapital beschaffen können, und Leuten, die einem im Geschäftsalltag helfen können.“ – Andy Hwang
In dieser Folge Jeremy Au über frühes finanzielles Interesse, Kapital versus Coaching im Venture Capital und Risikobewertung.
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