Die Wissenschaft der Inspiration: Warum Führungskräfte inspirieren oder verärgern | Adam Galinsky - E709
„Führungskräfte haben keine Wahl, ob sie andere beeinflussen. Ein beiläufiges Kompliment einer Führungskraft wird zu großem Lob, eine beiläufige Beleidigung hingegen zu demütigender Kritik. Da wir keine Wahl haben, ob wir andere beeinflussen, werden wir sie entweder inspirieren oder verärgern.“
„Ich sehe Inspiration und Ärgernis auf einem universellen Kontinuum, das sich aus drei Faktoren zusammensetzt. Diese drei Faktoren sind im Grunde unsere Weltsicht – visionär zu sein; unser Verhalten in der Welt – ein Vorbild zu sein; und unsere Interaktion mit der Welt – ein Mentor zu sein. Der Grund, warum dies die drei universellen Faktoren der Inspiration anderer sind, liegt darin, dass jeder von ihnen ein grundlegendes menschliches Bedürfnis befriedigt.“
„Ich glaube, dass wir in eher unabhängigen Kulturen wie Amerika von unseren Führungskräften erwarten, dass sie mutig und couragiert auftreten. In Asien spielt hingegen die Idee der Heuchelei eine etwas größere Rolle – die Vorstellung, dass es sehr wichtig ist, dass jemand seinen Worten auch Taten folgen lässt, was teilweise auf dem Gegensatz von Kollektivismus und Unabhängigkeit beruht.“
Adam Galinsky, Professor an der Columbia Business School und Gastdozent an der INSEAD Singapur, spricht mit Jeremy Au über die tiefgreifenden psychologischen Mechanismen, die Führungskräfte wirklich inspirierend machen. Ausgehend von seiner umfangreichen Forschung und seinen Bestsellern erläutert Galinsky, wie Macht und Status unser Gehirn und unser Verhalten beeinflussen, und stellt Konzepte wie die „Low-Power-Doppelbindung“ und den „Leader-Amplification-Effekt“ vor.
Adam stellt praxisorientierte Konzepte vor, um durch die Beherrschung dreier universeller Säulen – Visionär, Vorbild und Mentor – zu einem „inspirierenden Architekten“ zu werden. Jeremy und Adam erörtern außerdem die unvorhergesehenen Gefahren der Auslagerung kognitiver Funktionen an Künstliche Intelligenz, die Adam als „kriecherischen Butler“ bezeichnet, der Lernen und Entwicklung hemmen kann. Abschließend beleuchten sie die Nuancen interkultureller Führung und stellen westliche Erwartungen an Mut den asiatischen Werten von Beständigkeit und Kollektivismus gegenüber. Zum Schluss erzählen sie eine eindrucksvolle persönliche Geschichte über moralischen Mut, Perspektivenwechsel und Empathie.
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00:00:00 – Einführung und die Wissenschaft der Inspiration
00:01:32 – Verhandlungen meistern: Macht und das Dilemma der Machtlosen
00:04:46 – Der Leader-Amplification-Effekt: Inspirierend vs. Wutausbrechend
00:06:25 - Die transformative Kraft der Reflexion und des Geisteszustands
00:15:02 - Die Gefahren der KI als unterwürfiger Butler
00:17:30 – Die drei Säulen der Inspiration: Visionär, Vorbild und Mentor
00:28:47 - Die Bedeutung des Perspektivenwechsels in Wirtschaft und Politik
00:35:36 - Führungskräfte vs. Manager: Vision und Empathie strukturieren
00:37:42 - Kulturelle Nuancen in der globalen Führung: Ost vs. West
00:40:01 – Eine persönliche Geschichte von moralischem Mut und Verantwortungsbewusstsein
Auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=MhVfGQ8iI7I&list=PLl9u6ECOP8_7scb97PE3whKu4yJVizIOd
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Schlüsselwörter: Führungskräfteentwicklung, Organisationspsychologie, Wissenschaft der Inspiration, Interkulturelle Führung, Macht und Status, Columbia Business School, INSEAD Singapur, Perspektivenwechsel, KI und Lernen