Zombie-Einhörner: Südostasiens strukturelles Risikokapitalproblem | Kristie Neo - E714

„In kleineren Märkten wie Südostasien fehlt uns das liquide Kapital und der Talentaustausch des Silicon Valley oder Chinas. Das führt dazu, dass Unternehmen viel länger überleben, als sie sollten. Ich befürchte, wir könnten eine ganze Generation von Zombie-Unternehmen haben, die einst sehr attraktiv und relevant waren, aber schließlich in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.“ 

„Wenn man geistiges Eigentum und Forschung auf Universitätsniveau bündelt, sie aber nicht monetarisiert, vergeudet sie. Das Vergütungssystem einer Technologielizenzierungsstelle sollte auf den Opportunitätskosten des geistigen Eigentums und dem Wertverlust des Wissens basieren. Wenn man es nicht schnell lizenziert, findet es jemand anderes auf einem anderen Markt heraus, und sein Wert sinkt auf null.“

„Einige Faktoren treiben den Aufschwung an der Börse in Singapur an. Erstens die Investitionen der Regierungspolitiker und die Vereinfachung der Regeln, wie beispielsweise die Ermöglichung von Doppelnotierungen mit der NASDAQ. Zweitens ein massiver Kapitalzufluss nach Singapur als Quelle für Stabilität und Diversifizierung aus dem Nahen Osten, China und Südostasien.“

Kristie Neo, Asien-Redakteurin bei PitchBook, spricht mit Jeremy Au über die aktuelle makroökonomische Lage des Technologie- und Risikokapital-Ökosystems in Südostasien. Sie beleuchten die jüngste Revitalisierung der Singapore Stock Exchange (SGX), die durch staatliche Konjunkturprogramme und Kapitalzuflüsse in sichere Anlagen befeuert wurde, und stellen sie dem anhaltenden Finanzierungsstopp für Startups in der Früh- und Wachstumsphase gegenüber.

Gemeinsam erörtern sie die drohende Krise der „Zombie-Unternehmen“ in der Region und argumentieren, warum regionale Startups Fusionen und Übernahmen (M&A) anstreben sollten, anstatt auf Einhorn-Bewertungen zu hoffen. Das Gespräch befasst sich außerdem mit den strukturellen Schwächen der Kommerzialisierung von universitärem geistigem Eigentum in Singapur und vergleicht diese mit Modellen in China und Europa. Abschließend skizziert Jeremy konkrete Handlungsempfehlungen, darunter die Einführung von Steueranreizen für Business Angels und die Unterstützung von Syndikatsleitern, um die Finanzierungslücke effektiv zu schließen und Kapital von Family Offices zu mobilisieren.

00:00 - SGX-Revitalisierung & Kapitalzuflüsse in sichere Häfen nach Singapur

07:44 – Bewertungen von Startups und die Krise der Zombie-Unternehmen

18:35 – Warum Fusionen und Übernahmen der notwendige nächste Schritt für regionale Technologieunternehmen sind

23:55 – Die strukturellen Schwierigkeiten bei der Kommerzialisierung von universitärem geistigem Eigentum

30:08 - Anreize für universitäre Technologielizenzierungsstellen überdenken

35:21 – Die Höhen und Tiefen des VC-Fonds-Zyklus meistern

45:03 – Argumente für steuerliche Anreize für Business Angels in Singapur

48:50 – Überbrückung der Finanzierungslücke zwischen 1 Mio. und 5 Mio. US-Dollar

52:43 – Warum Family Offices Startup-Research-Analysten für die Kapitalanlage benötigen

Auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=qO5kwGr8Jx0&list=PLl9u6ECOP8_7scb97PE3whKu4yJVizIOd

Hören Sie auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/7xsaJRKWuexi3Eeqdabkok

Schlüsselwörter: Startups in Südostasien, Risikokapital in Singapur, Börsengänge an der Singapore Stock Exchange (SGX), Fusionen und Übernahmen (M&A) im Technologiesektor, Finanzierungsphase für Startups im Winter, Steuervergünstigungen für Business Angels, Family Offices in Singapur, Kommerzialisierung von universitärem geistigem Eigentum, Makroökonomie von Risikokapital, Zombie-Unternehmen

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