„Die ständige Konfrontation mit reißerischen Nachrichten und Inhalten kann unsere kognitiven Systeme überlasten. Anders ausgedrückt: Eine geringe Dosis sozialer Medien stellt kein kognitives Risiko dar, übermäßiger Konsum hingegen kann schädlich sein. Daher ist es wichtig, das Konzept des kognitiven Risikos zu verstehen, um sich sicher in der modernen Informationslandschaft zu bewegen. So wie wir sind, was wir essen – gesunde Ernährung führt zu einem gesunden Körper, ungesunde Ernährung oder Gifte hingegen zu gesundheitlichen Problemen –, müssen wir auf unsere Informationsgewohnheiten achten. Wir sollten mehr gesunde Inhalte konsumieren und den Kontakt mit potenziell schädlichen Inhalten einschränken.“ – Jeremy Au
„Ein kognitives Risiko ist eine Informations- oder Ideenform, die beim Verstehen eine Gefahr birgt. Beispielsweise kann ein Stroboskoplicht bei Menschen, die empfindlich auf blinkendes Licht bestimmter Farben reagieren, einen epileptischen Anfall auslösen. Das bloße Sehen des Lichts führt nicht zu einer unmittelbaren Reaktion, doch das Verstehen des Lichts veranlasst das Gehirn zu einer unbewussten Reaktion, die einen epileptischen Anfall zur Folge hat. Im Gegensatz dazu verursacht ein Laserstrahl, der direkt auf das Auge gerichtet ist, Blindheit, indem er die Netzhaut schädigt; dies ist anders, da hierbei keine Gehirnprozesse involviert sind.“ – Jeremy Au
„Ich habe ein faszinierendes Video eines MMA-Kämpfers gesehen, der seine Strategie zur mentalen Überlastung seiner Gegner vorstellte. Er nutzte Finten, Täuschungsmanöver und ständigen Druck, um sie mental zu erschöpfen und so ihr Nervensystem auf verschiedene Signale reagieren zu lassen. Diese Strategie erinnert mich an die Algorithmen in sozialen Medien. Einzelne kurze Videos sind zwar in Ordnung, aber eine Überdosis – beispielsweise ein, zwei, vier oder sogar acht Stunden am Stück – kann zu mentaler Erschöpfung und Angstzuständen führen, da das Nervensystem überlastet wird.“ – Jeremy Au
In dieser Folge Jeremy Au über kognitive Gefahren – die soziale Ansteckung mit Selbstmord, die Tylenol-Vergiftungen von 1982 und die Selbst-Radikalisierung von Extremisten.
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Schlüsselwörter: Kognitive Gefahren, Suizid, Soziale Ansteckung, Tylenol-Vergiftungen von 1982, Extremistische Selbstradikalisierung, VC, Vordenkerrolle