„Die erste Runde der Trump-Zölle hat letztendlich keine neuen Arbeitsplätze in den USA geschaffen. Auch der PR-Gag mit der Flugzeugfabrik, bei dem Trump versprach, die Schließung des Werks zu verhindern, ging nach hinten los. Stattdessen verteuerten sich Klimaanlagen, Geschirrspüler, Waschmaschinen und andere Produkte für amerikanische Verbraucher. Das belegen diverse Fallstudien von Wirtschaftshochschulen. Toyota beispielsweise versuchte, in Fremont ein Werk zu errichten – das Toyota NUMMI-Werk –, erreichte aber nie die Effizienz seiner japanischen Werke. Es geht nicht nur um Kapitalinvestitionen und die Übertragung von Betriebssystemen; die Software, die Mitarbeiter und die Unternehmenskultur spielen eine entscheidende Rolle. Die USA sind zwar in vielen Bereichen stark, aber im produzierenden Gewerbe schwächeln sie schon länger. Um das zu ändern, müssten die USA ihre Arbeitskräftebasis und -kapazitäten neu aufbauen, und ich bin mir nicht sicher, ob die nötige Aufmerksamkeit dafür vorhanden ist.“ – Shiyan Koh
„Politik ist immer ein interessantes Thema. Meiner Meinung nach erfüllt ein Technologie-Podcast zwei Hauptzwecke. Erstens behandelt er Technologie für ein breites Publikum. Zweitens spricht er über Technologie im Kontext eines Fach-Podcasts. Als Technologie-Podcast repräsentiert man die Zielgruppe der Technikbegeisterten, die sich nicht nur für Technologie interessieren, sondern auch ähnliche Gedanken oder Fragen zu globaler Geopolitik, Erziehung und anderen Themen haben, die zwar nicht direkt mit Technologie zu tun haben, aber dennoch relevant sind. Politiker haben einen starken Einfluss auf die Regeln und Vorschriften im Technologiebereich. Daher würde ich es begrüßen, wenn ein Politiker mit einer ausgeprägten Meinung zu Technologie in den Podcast käme.“ – Jeremy Au
„Es ist tatsächlich ziemlich schwierig, China von den USA zu entkoppeln. Würde man versuchen, ausschließlich in den USA hergestellte Produkte zu konsumieren, käme man am Ende auf deutlich weniger Konsum zu deutlich höheren Preisen. Auch chinesische Unternehmen verstehen das. Private-Equity-Gesellschaften und Fonds, die ich kenne, haben Zeit investiert, um ihre Portfolios neu zu strukturieren, aus Angst vor einer Verschlechterung der Lage. Viele Unternehmen entscheiden sich auch für einen Börsengang an einem anderen Standort. Alle bereiten sich auf diese potenziellen Veränderungen vor.“ – Shiyan Koh
In dieser Folge Jeremy Au mit Shiyan Koh über den Verkehrsstau im Hafen von Singapur aufgrund der US-Zölle und des Nahostkonflikts, über den Klimawandel, der eine arktische Schifffahrtsroute entstehen lässt, und über Trumps 10%ige globale und 60%ige China-Zölle.
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Schlüsselwörter: Stau im Hafen von Singapur, US-Zölle und Nahostkonflikt, Klimawandel und Arktis-Schifffahrtsroute, Trumps 10 % globale und 60 % chinesische Zölle, Shiyan Koh, Singapur, Risikokapital, Vordenkerrolle