„Die Karotte ist der Stock. Unser Gehirn bringt uns dazu, alles zu tun, und zwar aus einem einzigen Grund: um Unbehagen zu entfliehen. Alles, was wir tun, jedes Produkt, das wir kaufen, und jede Handlung, die wir ausführen, dreht sich um den Wunsch, Unbehagen zu vermeiden. Selbst das Streben nach angenehmen Gefühlen, das Wollen, die Begierde, das Verlangen und das Begehren sind unangenehm. Wir müssen erkennen, dass es uns aus dieser Perspektive nicht weiterhilft, Kundenbedürfnisse nur im Hinblick auf das Bedürfnis nach Wohlbefinden zu betrachten. Es ist viel besser, sich auf die Probleme zu konzentrieren.“ – Nir Eyal
„Ein innerer Trigger ist ein unangenehmer emotionaler Zustand, dem wir entfliehen möchten, wie Langeweile, Einsamkeit, Müdigkeit, Unsicherheit, Stress und Angst. Verspürt der Nutzer diesen inneren Trigger, sucht er Linderung in unserem Produkt oder unserer Dienstleistung. Es handelt sich immer um eine negative Emotion. Der einzige Grund, warum Menschen ein Produkt oder eine Dienstleistung nutzen, ist die Beeinflussung ihrer Stimmung. Sie wollen etwas anderes fühlen. Als Produktdesigner, Unternehmer oder Marketingexperte müssen Sie das Gefühl verstehen, dem Ihr Kunde entfliehen möchte, bevor Sie sich auf die Produktfunktion konzentrieren, die weniger wichtig ist.“ – Nir Eyal
„Nicht die Marke allein sorgt dafür, dass die Kunden wiederkommen. Shein profitiert von Skaleneffekten. Sie können Produkte extrem günstig anbieten. Walmart setzte früher ausschließlich auf Billigprodukte, dann kam Amazon und verfolgte dasselbe Ziel. Danach folgte Shein, und es wird sicher noch weitere Anbieter geben, die Produkte zu extrem niedrigen Preisen anbieten. Allein über den Preis zu konkurrieren, kann zwar eine erfolgreiche Strategie sein, birgt aber auch Risiken. Man muss vorsichtig sein, denn jemand wird versuchen, das sehr schnell zu kopieren, insbesondere da wir wissen, dass Hersteller in China solche Strategien nachahmen und kopieren. Ich würde das Hook-Modell genauer unter die Lupe nehmen und mich fragen, wo seine größte Schwäche liegt. Sie liegt in der Investitionsphase. Dies lässt sich beheben, indem man das Produkt an die Kundenpräferenzen anpasst.“ – Nir Eyal
In dieser Folge Jeremy Au über die Masterclass zum Thema Gewohnheitsgestaltung (Auslöser, Handlung, variable Belohnung und Investition), die Karotte als Peitsche und die Haken des Nutzerverhaltens.
Jetzt auf Apple Podcasts anhören!
Schlüsselwörter: Masterclass Gewohnheitsgestaltung, Variable Belohnungsstrategie für Auslöser und Investitionen, Zuckerbrot und Peitsche, Verhaltensanker, USA, Vordenkerrolle