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Hinter den Kulissen des Vorstands: Wie Risikokapitalgeber tatsächlich mit Betrug und Gründern umgehen, die „böswillig“ handeln

Hinter den Kulissen des Vorstands: Wie Risikokapitalgeber tatsächlich mit Betrug und Gründern mit „böswilliger Absicht“ umgehen – E690

Jecky Pelaez von Kickstart Ventures über die Realität in den Aufsichtsräten von Risikokapitalgebern, wie man Gründer mit bösen Absichten erkennt und wie man mit Abwärtsrunden und der Unternehmensführung von Startups in Südostasien umgeht.

„Governance gerät oft in den Hintergrund, weil Wachstum und Profitabilität für Startups Priorität haben. Tatsächlich ist sie aber unerlässlich, da wir alle in Systemen und Rechtsordnungen agieren, die spezifische Anforderungen stellen, die wir erfüllen müssen. Neben den rein rechtlichen Vorgaben geht es um die Dynamik im Aufsichtsrat – darum, sicherzustellen, dass die Aufsichtsratsmitglieder und Berater tatsächlich wissen, was vor sich geht, echten Mehrwert schaffen und dafür sorgen, dass das Unternehmen die Vereinbarungen mit seinen Gesellschaftern einhält und nicht einfach nachlässig agiert.“Jecky Pelaez

„Man muss die Gründer motivieren. Letztendlich sind sie, wenn man an sie glaubt und ihnen als verlässliche Partner vertraut, genauso wichtig für das Unternehmen wie das eingebrachte Kapital – vielleicht sogar noch wichtiger –, denn ohne sie läuft das Geschäft einfach nicht. Wenn wir Deals strukturieren, insbesondere in schwierigen Zeiten, suchen wir nach Möglichkeiten, die Gründer durch erfolgsabhängige Prämien oder Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (ESOPs) zu unterstützen. Denn wenn ein Gründer demotiviert oder desillusioniert ist, will sowieso niemand das Unternehmen kaufen.“Jecky Pelaez

„Es gibt erhebliche Unterschiede in der Art und Weise, wie Länder wie Singapur und die Philippinen Startups unterstützen. In Singapur werden Unternehmen auf Basis ihres Nettogewinns besteuert, während auf den Philippinen die Besteuerung auf Basis des Gesamtumsatzes erfolgen kann – was für Startups, die in ihren Anfangsjahren Verluste erleiden, extrem schwierig ist. Hinzu kommt, dass die Gründung auf den Philippinen zwar mittlerweile online möglich ist, die Vielzahl an Behörden, die nicht miteinander kommunizieren, den jährlichen Genehmigungs- und Compliance-Prozess für Gründer jedoch sehr abschreckend macht.“Jecky Pelaez

00:00 - Vorstellung von Jecky Pelaez und der Rolle von Kickstart Ventures.

03:53 - Vom Bankwesen zum Recht: Die Entscheidung, „dort dabei zu sein, wo es passiert“

08:13 - Ein Tag im Leben: Fonds-Compliance managen, Due Diligence bei Transaktionen durchführen und „Brände löschen“

11:40 - Der Wandel in der Regierungsführung: Betrugsbekämpfung und die „abschreckende Wirkung“ in Südostasien.

16:53 - Den Dschungel meistern: Die Komplexität von Brückenfinanzierungsrunden und die Vereinbarkeit von Investoreninteressen.

22:15 - Marktkorrektur: Übergang von Wachstum um jeden Preis zu nachhaltiger Rentabilität.

26:34 - Das juristische Kleingedruckte: Warum mathematische Gleichungen bei Kapitalisierungsverhandlungen englische Wörter übertrumpfen.

31:11 - Schutz der Gründer: Ausgleich zwischen Risikoschutz und Gründeranreizen.

35:15 - Geschäftstätigkeit auf den Philippinen: Umgang mit Steuern, Betriebsprüfungen und Behördenstrukturen.

38:21 - Definition von Tapferkeit: Die Praxis des Mutes und der Umgang mit Trauer.

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Schlüsselwörter: Startups auf den Philippinen, Risikokapitalrecht, Corporate Governance, Besteuerung von Startups auf den Philippinen, Technologie in Südostasien, Verwässerung der Gründeranteile, Brückenfinanzierungsrunden, Rentabilität vs. Wachstum, Risikokapital auf den Philippinen, Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen für Startups

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