„Wir müssen unsere Kreativen wirklich darin schulen, wie sie das nachhaltig als Unternehmen und authentisch als Mensch gestalten und dabei auch auf sich selbst achten können. Es ist wichtig, klarzustellen, dass dein Wert als Person in deinem wahren Wert liegt. Dein Wert ist nicht dein Profil, deine Follower oder deine Geschäftszahlen. Dein Wert bist du als Mensch, und das ist das Wichtigste. Zweitens musst du dir Pausen gönnen können, genau wie jeder andere Job 21 oder 14 Tage Urlaub erfordert, um abzuschalten, mental neue Kraft zu tanken und dich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren. Drittens solltest du dein Handy weglegen und täglich den Flugmodus aktivieren, denn viele von uns, nicht nur Kreative, scrollen abends noch durch die sozialen Medien, wenn wir nicht aufpassen.“ – Karl Mak
„Man muss wirklich verstehen, womit man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, besonders in Asien. Das asiatische Modell für Content-Ersteller unterscheidet sich stark vom US-amerikanischen. In den USA zahlen Tech-Unternehmen 10 bis 15 Dollar pro tausend Aufrufe. In Indonesien bekommt man nur einen Dollar und in Singapur drei Dollar pro tausend Aufrufe. Aufgrund der niedrigen TKP in Asien braucht man andere Einnahmequellen. Deshalb unterteile ich mein Einkommen in mehrere Ströme. Die erste Ebene ist der TKP, der allein nicht ausreicht, um die Rechnungen zu bezahlen. Fast immer braucht man eine zweite Ebene, oft Markenkooperationen. Markenkooperationen machen den Großteil des Einkommens aus. Die Zusammenarbeit mit Marken erfordert spezielle Fähigkeiten und eine andere Denkweise, da man es mit professionellen Marketingfachleuten und Werbetreibenden zu tun hat, die ständig unter Zeitdruck stehen, enge Fristen einhalten und hohe Erwartungen an die Leistung haben, die viele junge Content-Ersteller nicht erfüllen können.“ – Karl Mak
„Im Extremfall kann man nie ungestört mit der Familie durchs Einkaufszentrum gehen. Man ist ständig erkannt, wie eine Fliege an der Wand in einem Raum, in dem einen niemand kennt – ein interessantes Gefühl, das vielen fehlt. Der weniger beachtete Aspekt dieses Geschäfts oder des Ruhms ist, dass man durch den ständigen Dopaminrausch den Verstand verliert. Man muss ständig posten und Interaktionen generieren, und das führt auf Dauer zum Burnout. Man brennt persönlich und kreativ aus. Man gerät in eine Identitätskrise, in der die eigene Identität mit der Online-Identität verschmilzt und man sich fragt: ‚Wer bin ich eigentlich?‘ Es wird fast zu einer schlechten Angewohnheit, alles zu dokumentieren. Ob Essen gehen, Urlaub oder Flitterwochen – alles wird festgehalten.“ – Karl Mak
In dieser Folge Jeremy Au über die Gründergeschichte der viralen Memes, den Preis des Ruhms und die Entwicklung von Hepmil Media.
Jetzt auf Apple Podcasts anhören!
Schlüsselwörter: Karl Mak, Gründer von Viral Memes, Preis des Ruhms, Hepmil Media Evolution, Singapur, Startup, Kreative, Gründergeschichte