„Ich möchte betonen, dass der Klimawandel kein vorübergehender Trend ist. Er ist Realität. Er wird nicht einfach verschwinden, sondern sich nur noch verschlimmern. Meiner Ansicht nach wird er nicht einfach verschwinden, und daher werden auch die Investitionen in den Klimaschutz nicht zurückgehen. Er wird immer wichtiger werden. Es ist keine Blase, die platzen wird. Wir brauchen mehr Investitionen, mehr Unternehmer und mehr Risikokapitalgeber in diesem Bereich. Wir betrachten den Klimawandel nicht als Klimatechnologie. Es geht nicht nur um erneuerbare Energien und Solarenergie. Wir sehen ihn als ein vielschichtiges Geflecht von Teilsektoren. In den USA flossen 32 Milliarden Dollar in Klimainvestitionen. Südostasien verzeichnete 1,1 Milliarden Dollar, und das ist ein Grund zum Feiern, denn es entspricht einer Verzehnfachung in den letzten fünf Jahren. Wir spielen dabei kaum eine Rolle. Wir müssen also unsere Wahrnehmung von Klima ändern und Unternehmer auf vielfältige Weise unterstützen.“ – Alina Truhina
„Die Bekämpfung des Klimawandels ist unglaublich elitär. Sie schließt alle aus. Wir müssen mehr tun, um die Wahrnehmung dessen zu verändern. Bis heute ist es dem Durchschnittsbürger egal, ob er sein Verhalten oder seine Konsumgewohnheiten ändert. Das betrifft vor allem Menschen mit mittlerem oder hohem Einkommen. Die breite Bevölkerung in der Region, in der wir arbeiten, konzentriert sich aufs Überleben. Deshalb müssen wir das Thema anders angehen. Wir suchen Gründer:innen, die nutzerzentrierte Lösungen entwickeln, die es den Menschen ermöglichen, selbstbestimmt zu handeln – nicht unbedingt, indem sie sie überzeugen und ihnen einen kompletten Verzicht auf Plastikkonsum aufzwingen. So investieren wir weiterhin in Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und die Entwicklung neuer Baumaterialien. Es geht nicht darum, den Menschen zu verbieten, etwas zu tun, sondern darum, ihnen zu zeigen, wie sie ihre Gewohnheiten schrittweise ändern können. Das muss nicht abrupt sein.“ – Alina Truhina
„Wir brauchen bahnbrechende Lösungen weltweit und mehr Unternehmer, die diese entwickeln. Die Privatwirtschaft ist in diesem Bereich bereits aktiv. Der öffentliche Sektor und die Regierungen konzentrieren sich auf politische Veränderungen und globale Abkommen, aber ich denke, es sind die jungen Unternehmer – oder generell die Unternehmer –, die Technologien entwickeln und nutzen werden, um Klimalösungen speziell für diese Region zu skalieren. Lokale Präsenz und lokale Unternehmer, die lokale Probleme lösen, werden entscheidend sein, um diese Lösungen zu finden.“ – Alina Truhina
In dieser Folge Jeremy Au über die Realität des Klimawandels, ihre Erfahrungen als politische Flüchtlingin und den Umgang mit ESG-Kriterien.
Jetzt auf Apple Podcasts anhören!
Schlüsselwörter: Alina Truhina, Klimawandel, Fluchtweg politischer Flüchtlinge, ESG-Kriterien, Umwelt, Gründergeschichte