„Paetongtarn telefonierte mit dem kambodschanischen Präsidenten. Es gab einen Grenzkonflikt, bei dem meines Wissens ein kambodschanischer Soldat getötet wurde. Ein Teil des Gesprächs wurde an die Presse durchgesickert, und darin bezeichnete sie den Präsidenten als ‚Onkel‘. Ich denke, sie haben enge familiäre Bindungen. Die Familie Shinawatra und die Familie des kambodschanischen Senatspräsidenten sind seit Langem eng befreundet und politische Verbündete. In dem durchgesickerten Audio kritisierte sie dann auch den thailändischen Militärkommandanten und bezeichnete ihn quasi als die Gegenseite – ihr eigenes thailändisches Militär. Nach der Veröffentlichung dieses Telefonats gab es heftige Reaktionen, viele Menschen waren unzufrieden. Ich denke aber, der Kontext ist hier auch wichtig: Die Bevölkerung war schon länger nicht mehr sonderlich zufrieden mit ihr als Premierministerin.“ – Wing Vasiksiri, Investor und Ökosystementwickler
„Es ist immer dasselbe Spiel, nicht wahr? Es ist die gleiche Machtdynamik innerhalb der Shinawatra-Familie. Sie kehren immer wieder an die Macht zurück, oft mit sehr hoher Wählerunterstützung, aber manchmal überschätzen sie vielleicht ihre Möglichkeiten. Selbst ein Telefonat mit Kambodscha, das manche vielleicht nur als freundschaftliches Gespräch zwischen zwei Menschen mit langjähriger familiärer Beziehung ansehen würden, wurde von den meisten als Verrat an Thailand und möglicherweise an der thailändischen Souveränität gegenüber Kambodscha wahrgenommen.“ – Wing Vasiksiri, Investor und Ökosystementwickler
„Demokratische Instabilität ist ein wiederkehrendes Thema in der thailändischen Politik, nicht wahr? Man sollte sich vor allem vor Augen halten, dass dies nur die jüngste Eskalation eines sehr langjährigen Konflikts ist – er dauert nun schon fast 20 Jahre an. Und obwohl die Regierung demokratisch gewählt wurde, kommt es bei Unzufriedenheit der Bevölkerung zu Protesten, und die Regierung kann immer noch von den Gerichten abgesetzt werden. Das zeigt, dass das Verfassungsgericht nach wie vor einer der mächtigsten Akteure in der thailändischen Politik ist. Die Auswirkungen – vom Tourismus über die allgemeine Stimmung im Land bis hin zum Anlegervertrauen – werden wir weiterhin spüren, nicht wahr?“ – Wing Vasiksiri, Investor und Ökosystementwickler
In dieser Folge Jeremy Au über durchgesickerte Stromabrechnungen, das harte Vorgehen gegen Cannabis und darüber, warum Thailands Startup-Szene sich still und leise neu erfindet.
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Schlüsselwörter: Wing Vasiksiri, Abgehörte Stromgespräche, Cannabis-Verstöße, Stiller Neustart der thailändischen Startup-Szene, Thailand, Südostasien, Risikokapital, Vordenkerrolle