Elena Chow: Neuausrichtung des Talentmanagements in Südostasien, Malaysias Aufstieg und wie KI die Personalbeschaffung verändert – E580

Vor zehn Jahren hieß es: „Digitalisierung ist das A und O.“ Was bedeutet digital? Vielleicht hatte man vor zehn Jahren ein paar Apps auf dem Handy, nutzte Software jenseits von Microsoft Word – vielleicht Google – und so weiter. Heute ist es selbstverständlich. Wir müssen uns mit KI auseinandersetzen. Betrachten Sie sie als Ihren kleinen Konkurrenten. Wenn Sie auf dem Laufenden sind und wissen, was Ihre Konkurrenz macht, sind Sie ihr immer einen Schritt voraus, richtig? Genau. Wenn Sie also an KI denken – wenn KI Ihre Jobs ersetzt, dann ist KI Ihr Konkurrent. Dann sollten Sie ihr besser einen Schritt voraus sein. Fangen Sie jetzt an. Ich kann nicht genau vorhersagen, welche Jobs ersetzt werden oder wie schnell, wissen Sie? Mhm. Im Moment können wir nur Vermutungen anstellen. Aber die sicherste Option für jeden auf dem Arbeitsmarkt ist es derzeit, auf dem neuesten Stand zu sein. Ja. Das bedeutet, KI zu nutzen, sich Communities anzuschließen, gemeinsam zu lernen – was auch immer Sie tun möchten. - Elena Chow, Gründerin von ConnectOne


„Als ich also den Leuten in meinem Umfeld – ob Startup-Gründern oder Venture-Capital-Gebern – das Konzept des „Borrowing“ (auf Zeit) erklärte, ist der Kauf ganz einfach: Man stellt seine Vollzeitmitarbeiter ein. Aufbau bedeutet, Hochschulabsolventen oder unerfahrene Talente einzustellen und zu fördern. Borrowing ist der bedarfsorientierte Teil: Man holt sich Expertise bedarfsgerecht für ein bestimmtes Ergebnis, aber diese Experten gehören nicht zum festen Team. Früher waren die Leute skeptisch und fragten: ‚Warum sollte ich so jemanden einstellen?‘ und stellten die langfristige Bindung in Frage. Doch in den letzten zwei Jahren haben Kostendruck und der Bedarf an Flexibilität dieses Modell akzeptierter gemacht. Man sieht den Begriff ‚teilweise‘ jetzt viel häufiger – ein Bericht von LinkedIn oder der Harvard Business Review besagte, dass LinkedIn früher 2.000 Profile mit diesem Begriff hatte. Und raten Sie mal, wie viele es heute sind? 120.000. So groß ist die Veränderung in nur zwei Jahren.“ – Elena Chow, Gründerin von ConnectOne


„Wir wissen, dass KI mit Sprache begann – mit der Macht der Sprache. Vor einem Jahr hieß es noch, analytische Fähigkeiten seien schwach, die Skripte fehlerhaft, die ausgegebenen Zahlen ungenau. Wir sagten also: ‚Okay, sprachlich ist sie stark‘, und das betraf hauptsächlich Content-Marketer – also Menschen, die Inhalte aller Art schreiben und produzieren. Doch nur ein Jahr später ist KI analytisch extrem leistungsstark – sie kann Skripte schreiben, ihre Datenbanken sind präzise, ​​und dieser Wandel ist dramatisch. Jetzt denken wir: ‚Oh je, analytische Fähigkeiten werden überflüssig.‘ Gleichzeitig wird auch das Programmieren präziser. Deshalb müssen wir als Hochschulabsolventen unbedingt auf dem Laufenden sein – erstens, welche Fähigkeiten KI besitzen wird, und zweitens, wie diese Fähigkeiten den Bedarf an menschlichen Fähigkeiten entweder ersetzen oder reduzieren werden. So sehe ich das.“ – Elena Chow, Gründerin von ConnectOne

Elena Chow , Gründerin von ConnectOne , und Jeremy Au treffen sich nach drei Jahren wieder, um zu erörtern, wie sich die Einstellungslandschaft in Südostasien von einer rasanten Expansion hin zu vorsichtigeren, KI-gestützten Entscheidungen entwickelt hat. Sie beleuchten, wie die Erwartungen der Arbeitgeber strukturierter geworden sind, warum Talentstrategien in der Region mittlerweile variieren und was Einzelpersonen tun müssen, um in den kommenden zehn Jahren wettbewerbsfähig zu bleiben. Ihr Gespräch umfasst den Aufstieg Malaysias zu einem wichtigen Rekrutierungszentrum, Vietnams wachsenden Wettbewerbsvorteil trotz sprachlicher Herausforderungen und wie die Automatisierung die Arbeitswelt verändert. Elena stellt außerdem ihr Rahmenwerk „Kompetenzen, Märkte und Branchen der Zukunft“ vor, das Fachkräften durch strategische Ausrichtung hilft, bessere Karriereschritte zu unternehmen.

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