Machtkämpfe in Südostasien: Venture-Capital-Rechte, Gründerkonflikte und die Rückkehr von Wandelschuldverschreibungen - E599
Spotify: https://open.spotify.com/episode/3oNnpqw3FWoomreI9yYssh?si=3883c3525be94b1a
YouTube: https://youtu.be/WFFcsr_yL64
„Wandelanleihen erleben ein Comeback. Wie ich bereits erwähnte, wurden Eigenkapitalrunden vor 20 oder 30 Jahren historisch gesehen für fast alle Investitionen genutzt. SAFE-Notes haben sich erst in den letzten 15 Jahren als Standard für Startups in der Frühphase etabliert. Wandelanleihen werden nun aber auch für Startups in späteren Phasen wieder üblich. Für Startups in der mittleren, Wachstums- oder Spätphase sind SAFE-Notes daher völlig ungeeignet. Nehmen wir an, das Unternehmen hat eine Bewertung von 20 Millionen, 15 Millionen oder 200 Millionen Dollar. Es könnte beispielsweise sagen: ‚Ich brauche kurzfristig Kapital, um eine Entscheidung zu treffen, aber es ist schwer abzuschätzen, wie hoch der Preis für die nächste Finanzierungsrunde sein wird. Deshalb möchte ich eine Wandelanleihe nutzen, um Kapital aufzunehmen und dann sagen: Wenn Sie jetzt einsteigen und mir beispielsweise 10 Millionen Dollar geben, erhalten Sie 20 % Rabatt auf die nächste Runde in einem Jahr. Sie erhalten also 20 % Bonusaktien, weil Sie ein Jahr früher einsteigen.‘“ – Jeremy Au, Moderator des BRAVE Southeast Asia Tech Podcasts
Jeremy Au analysiert die sich wandelnde Machtdynamik zwischen Risikokapitalgebern und Gründern in Südostasien. Er beleuchtet die Kontrolle im Aufsichtsrat, die Rechte von Investoren und die Gründe für das Scheitern der meisten Startups trotz Unterstützung. Er teilt praktische Erkenntnisse beider Seiten, hebt die Bedeutung von Wandelschuldverschreibungen hervor und erklärt, wie Gründer mit Konflikten, Verwässerung und der Politik im Aufsichtsrat umgehen sollten.