Sudhir Vadaketh: Aufbau von Jom, Bewältigung von Angst und mutiges Publizieren in Singapur – E609
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„In Singapur gibt es viel Raum für ehrlichen Journalismus. Ich verstehe, warum Menschen aufgrund unserer Geschichte Angst haben, bestimmte Dinge auszusprechen, aber das heutige Singapur ist nicht mehr das Singapur unter Lee Kuan Yew, als Informationen viel strenger kontrolliert wurden. Die Regierung hat diesen Raum nicht unbedingt wohlwollend geöffnet – sie wurde durch die digitale Revolution dazu gezwungen. Wir haben heute in Singapur einen recht großen Spielraum, um über verschiedene Themen zu diskutieren.“ – Sudhir Vadaketh, Mitbegründer und Chefredakteur von Jom
„Was sich als besonders hilfreich erwiesen hat, ist, dass man als Autor und Journalist ganz natürlich lernt, enge Beziehungen zu seinem Team und zu den Menschen aufzubauen, über die man spricht, schreibt und die man interviewt. Man lernt, partnerschaftlich mit ihnen zusammenzuarbeiten. Nicht alle Journalisten tun das – manche pflegen ein sehr besitzergreifendes Verhältnis zu den Menschen, über die sie berichten. Die journalistische Ausbildung, die ich genossen habe, insbesondere bei der Economist Group und anderen Arbeitgebern, hat mir einen sehr kooperativen Umgang mit meinen Mitmenschen vermittelt.“ – Sudhir Vadaketh, Mitbegründer und Chefredakteur von Jom
Sudhir Vadaketh , Mitgründer und Chefredakteur von Jom, kehrt nach vier Jahren zu BRAVE zurück, um zu erzählen, wie er in Singapur ein Medium für ausführlichen Journalismus aufgebaut hat. Er und Jeremy Au sprechen über seinen Weg vom Einzelautor zum Teamleiter, die realen Risiken und Unterstützungsstrukturen unabhängiger Medien und wie Jom mit den sich wandelnden Grenzen der Meinungsfreiheit in Singapur umgeht. Sie beleuchten die emotionale Belastung, die mit der Wahrung der redaktionellen Freiheit einhergeht, die Angst der Öffentlichkeit vor negativen Reaktionen und was Mut in der heutigen Medienlandschaft bedeutet. Sudhir erklärt außerdem, wie Jom in ganz Südostasien wachsen und gleichzeitig in der lokalen Berichterstattung verwurzelt bleiben kann.