Kamil Pabis: Warum die Gesundheit an ihre Grenzen stößt, Langlebigkeit Medikamente braucht und die Wissenschaft zu langsam voranschreitet – E666

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„Singapur ist sowohl in der Gesundheitspolitik als auch in der Forschung sehr erfolgreich. Geopolitisch sticht es als stabiles Zentrum mit geringer Korruption in Südostasien hervor. Die Regierung nimmt die Gesundheit der Bevölkerung sehr ernst, was einen deutlichen Kontrast zu den Vereinigten Staaten darstellt, wo die durchschnittliche Lebenserwartung fast zehn Jahre niedriger ist. Aufgrund dieser Diskrepanz wird Singapur von manchen als „blaue Zone“ bezeichnet – ein Begriff aus dem Gesundheitswesen für Regionen mit ungewöhnlich hoher Lebenserwartung, in denen Forscher nach gemeinsamen Faktoren suchen, die das längere Leben erklären.“ – Kamil Pabis, Langlebigkeitsforscher in Singapur


„Es mehren sich die Hinweise darauf, dass selbst geringe Mengen Alkohol schädlich sind, obwohl dies seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert wird. In der Ernährungs- und Präventionsforschung wird seit Langem darüber debattiert, ob ein einziges Glas Wein vorteilhaft ist, da es möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, gleichzeitig aber das Krebsrisiko leicht erhöht. Wir kennen die Antwort nicht, und es ist auch nicht die wichtigste Frage, da sie hauptsächlich Menschen betrifft, die sich bereits optimal ernähren und nun zwischen null, einem oder zwei Gläsern Wein abwägen. Auf Bevölkerungsebene lassen sich größere Erfolge erzielen, wenn man die einfachsten Maßnahmen ergreift. Die Kommunikation sollte präzise bleiben. Gibt es eine unbedenkliche Menge Alkohol, sollte dies klar kommuniziert werden. Gibt es keine unbedenkliche Menge, sollte auch dies ehrlich kommuniziert werden.“ – Kamil Pabis, Langlebigkeitsforscher in Singapur


„Der Kerngedanke ist, dass eine einzige treibende Kraft oder wenige grundlegende Kräfte die meisten altersbedingten Krankheiten verursachen. Ärzte und Therapeuten behandeln kranke oder gefährdete Menschen, indem sie die jeweilige Krankheit gezielt angehen. Die Langlebigkeitsforschung hingegen zielt auf den zugrunde liegenden Alterungsprozess selbst ab. Der Ansatz ist grundlegend anders.“ – Kamil Pabis, Langlebigkeitsforscher in Singapur

Kamil Pabis , ein Langlebigkeitsforscher aus Singapur, spricht mit Jeremy Au darüber, warum ein längeres gesundes Leben systemisches Denken und keine kurzfristigen Lösungen erfordert. Sie definieren Langlebigkeit als die Bekämpfung des Alterungsprozesses selbst, erklären, warum die Wissenschaft den Fortschritt sowohl ermöglicht als auch behindert, und zeigen auf, wie Singapurs politische Entscheidungen ein längeres Leben begünstigen. Außerdem diskutieren sie die Biohacker-Szene, das Potenzial von Medikamenten wie Rapamycin und warum Regulierung und Studiendesign den tatsächlichen Nachweis von Wirksamkeit am Menschen verzögern.

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